Remix, Bootleg, Flip, Cover oder Edit? Was ist der Unterschied?

May 10, 2021

Remix, Bootleg, Flip, Cover oder Edit? Was ist der Unterschied?

May 10, 2021

Remix, Bootleg, Flip, Cover oder Edit? Was ist der Unterschied?

Geschrieben von
Nehilo

Auf YouTube, Spotify und Soundcloud finden wir immer wieder die BegriffeRemix, Bootleg oder Edit. Doch was bedeutet das eigentlich? DieUnterschiede sind klar definiert, doch im Prinzip bedeuten sie alle eigentlich dasselbe. Der Unterschied könnte aber dennoch nicht grösser sein, was dasCopyright und die juristische Situation betrifft. Wir werden euch deshalb in diesem Artikel endgültig darüber aufklären, was nun was ist und ob du deinen nächsten Remix als "Remix" auf Spotify laden kannst (Spoiler: wahrscheinlich nicht)

Um kurz die Gemeinsamkeiten aufzugreifen: Alle genannten Begriffe bezeichnen die Neuinterpretation einesSongs. Remix, Bootleg, Flip und Edit sind eher in der elektronischen Musik zu finden, während ein Cover eigentlich in allen Musikrichtungen vorkommt. Wer einen Song neu interpretieren möchte, der muss jedoch einiges beachten. Es geht hier spezifisch um Copyright. Wenn du beispielsweise den neuesten Hitvon Billie Eilish remixen möchtest, und damit Geld verdienst, müsstest du eigentlich vor Veröffentlichung eine Genehmigung beim Management von Billie Eilish einholen, bevor du den Song veröffentlichst. Wenn du das nicht machst, und dein Song Geld einspielt, kann gegen dich juristisch vorgegangen werden. Es lohnt sich also,etwas mehr darüber zu erfahren.

Remix
Der gängigste Begriff, um eine Neuinterpretation zu kennzeichnen. EinRemix benötigt per Definition die schriftliche Freigabe des Urhebers. Du müsstest also zuerst eine Anfrage stellen, bevor du überlegst, das Programm überhaupt zu starten. Doch die praktische Handhabung des Copyright Gesetzes ist da etwas"dehnbarer". Die Einzige Bedingung dabei ist, dass dein Song auf keinen Fall monetarisiert werden darf, da dir sonst, eine Anklage drohen kann.Das ist auch der Grund warum unsere Remixe beispielsweise nicht auf Spotify landen. Wir haben nicht die nötigen Freigaben, um diese zu monetarisieren. Doch wer denkt, dass das nur ein Problem von "kleineren" Produzent*innen ist, der liegt falsch. Flume beispielsweise hat seinen Remix für Lorde's Song "Tennis Court" bis zum heutigen Tag nicht auf Spotify. Obdas nun nicht freigegeben wurde oder ob Flume den Song einfach aus Spass an derFreude herausgebracht hat ist unklar. Das Veröffentlichen von Songs auf YouTube ist kein Problem. Du kannst das Video nur nicht monetarisieren. Doch diese Arbeit nimmt dir YouTube ab, weil der Upload Algorithmus sofort erkennt, ob ein Song Copyright hat oder nicht.

Bootleg & FlipDiese beiden Begriffe kommen noch aus den 2000er Jahren. Als Plattformen wieYouTube grösser wurden, haben immer mehr Künstler ihre "remixe" auf der Plattform veröffentlicht. Diese waren jedoch meistens nicht genehmigt und wurden deshalb als Bootleg oder Flip veröffentlicht.

Edit
Die meisten Edits sind im Prinzip nur alternative Interpretationen. Bei derProduktion eines Songs werden meistens 10-20 verschiedene Ideen für einen Songerarbeitet und dann der beste Ausgewählt. Es gibt jedoch Künstler, die diese Alternativen Versionen dann ebenfalls veröffentlichen. Das wäre dann ein klassischer Edit (manchmal auch als VIP (variation in production) bezeichnet). Auch gibt es DJ's die für ihre Live Auftritte extra "Clubversionen" erstellen.

Cover
Das Cover wird bewusst zuletzt beschrieben, da die Mischung aus Cover und Remixes möglich macht, Songs zu remixen und danach zu monetarisieren. Ein Cover ist Wenn Künstler A den Song von Künstler B singt. Auf Instagram beispielsweise kursieren zahlreiche Videos von Leuten, die den Song"Seashanty" covern. Wenn du jetzt aber beispielsweise den Track Takeaway von Illenium & The Chainsmokers nachsingst oder singen lässt, dann kannst du theorethisch den Song auf Spotify hochladen. Dein Song gilt jetzt als Cover und ist quasi ein eigener Song. Der Song Paris wurde beispielsweise vom Österreicher Bass Duo Subsurface gecovert. Wenn ihr eine Band habt, dann wäre doch das Covern von Pop Tracks eine Idee. Der Song darf jedoch nicht einfach nachgesungen werden, sondern es muss sich klar abheben.

Copyright ist ein Dschungel ausGesetzbüchern und auch wir kennen uns nicht bei allem aus. Wenn du also spezifische Auskunft benötigst, dann frage im Zweifelsfall einen Juristen oder wälze die Gesetzbücher.

 

Wir würden uns natürlich freuen, wenn du auch bei unserem neuen Remix reinhören könntest und diesen mit deinen Freunden teilst, sofern er dir gefällt!